Gemeinsames Lernen der Klassen 1/2a im Schuljahr 2011/12


Das gemeinsame Lernen von Erst- und Zweitklässlern entspricht dem natürlichen Lernen von Vorbildern. Jüngere Kinder schauen sich gerne von Größeren ab, was diese schon können und eifern ihnen nach. Auch in der Familie, im Kindergarten oder im Freundeskreis ist das Lernen von zumeist älteren Kindern üblich.



Die älteren Kinder profitieren in dieser Mischung davon, dass sie ständig gefordert sind, ihr Wissen und Können zu demonstrieren und weiterzugeben. Dadurch wird ihr Selbstvertrauen gestärkt. Ganz nebenbei erhalten sie so die Möglichkeit, ihre eigenen Fähigkeiten in einem natürlichen Rahmen zu wiederholen und und zu festigen.





Viele Unterrichtsinhalte lassen sich parallel vermitteln. Wenn ein neuer Buchstabe für die Erstklässler eingeführt wird, lernen die Zweitklässler die Schreibschrift.



Die Zweitklässler ermöglichen den Erstklässlern oft ein selbstständigeres Arbeiten. Sie können Arbeitsaufträge vorlesen und erklären, die der jüngere Schüler noch nicht alleine erlesen kann. Sie können beim Schreiben von unbekannten Wörtern helfen. Dadurch trainieren sie ganz nebenbei ihre eigenen Lese- und Schreibfertigkeiten.



Kommunikation zwischen den Kindern ist unentbehrlich: So wird der Wortschatz verbessert und das Zuhören geübt.





Gemeinsam findet man oft schneller zu einer Lösung.




Gerade in Mathematik lassen sich viele Parallelen zwischen Erst- und Zweitklassaufgaben finden. Für die Jüngeren ist es spannend, Erkenntnisse aus dem Zahlenraum bis 20 auch schon auf größere Aufgaben zu übertragen. Für die Älteren ist es eine wichtige Erkenntnis, dass die einfachen Aufgaben eine Hilfe für große Aufgaben im 100er-Raum sind.


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